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Wie viele Stunden im Jahr Ihre Montage mit Suchen verbringt: Der Rechner.

Jeder Produktionsleiter weiß, dass gesucht wird. Der Schraubendreher, der Drehmomentschlüssel, die Kiste mit den Scheiben, die Zeichnung in der richtigen Version. Was fehlt, ist die Zahl. Ohne sie bleibt Ordnung ein Appell; mit ihr wird sie eine Investition mit Rückfluss.

6 Min. LesezeitStand: 9. September 2026

Es gibt Studien, die Suchzeiten in Prozent der Arbeitszeit angeben, und sie werden gern zitiert, weil die Prozentzahlen hoch sind. Für die eigene Halle taugen sie nicht, weil niemand weiß, ob sie passen. Der Rechner nimmt deshalb keine Studienwerte, sondern vier Zahlen aus dem Betrieb: wie viele Leute, wie oft am Tag, wie lange, und was die Stunde kostet. Die ersten drei kommen aus einer Woche Strichliste, die vierte aus der Kostenrechnung.

Suchzeit im Jahr

Ihre Zahlen, Ihre Rechnung

Personen
Vorgänge
Minuten
Euro

Suchzeit im Jahr

1.056Stunden

12 Personen suchen 6-mal am Tag je 4,0 Minuten. Das sind 4,8 Stunden am Tag und 1.056 Stunden im Jahr, zu 45 Euro also 47.520 Euro. Bezogen auf 21.120 Arbeitsstunden sind das 5,0 Prozent der Zeit. Einordnung: spürbar.

Die Suchzeit entspricht einer Teilzeitstelle oder mehr. Schattenbretter, feste Plätze für Betriebsmittel und Kanban für Kleinteile holen davon erfahrungsgemäß den größten Teil zurück.

Wie man die Zahlen bekommt

Drei Arbeitsplätze, eine Woche, ein Blatt Papier am Platz. Jeder Gang, um etwas zu holen, das am Platz hätte sein sollen, ist ein Strich; daneben die geschätzte Dauer. Nicht mitgezählt werden Wege, die zum Prozess gehören, etwa das Holen eines Bauteils aus dem vorgesehenen Regal. Mitgezählt wird alles, was dort nicht war: Werkzeug, das ein Kollege hat, Kleinteile, die leer sind, Vorrichtungen, die jemand verstellt hat, Informationen, die erst beim Meister zu holen sind.

Die Strichliste ist die halbe Maßnahme. Wer eine Woche zählt, sieht, was fehlt, und meist sind es dieselben fünf Dinge. Das ist die Liste, mit der ein Ordnungsprojekt beginnt: nicht mit einer Methode, sondern mit den fünf Dingen, die am häufigsten gesucht werden.

Was die Zahl danach bewirkt

Die Stundenzahl ist ein Argument für Investitionen, die sonst als Kosmetik gelten: Schattenbretter am Arbeitsplatz, ein zweiter Satz Werkzeug statt eines geteilten, Kanban-Behälter für Kleinteile mit Nachfüllung durch die Logistik, eine Werkzeugausgabe mit Buchung. Jede dieser Maßnahmen kostet vierstellig und holt einen messbaren Teil der Stunden zurück. Wie Material an die Linie kommt, bevor es fehlt, ist die größere Frage dahinter; der Vergleich von Milkrun und Kanban-Wagen beschreibt die beiden gängigen Antworten.

Der Anteil an der Arbeitszeit ordnet die Zahl ein. Unter drei Prozent ist gute Praxis. Ab sieben Prozent entspricht die Suchzeit einer Stelle, die niemand besetzt hat. Darüber fehlt ein System, und die Antwort ist nicht mehr Disziplin, sondern Arbeitsplatzgestaltung und Materialfluss.

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