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Aluminium­teile aus Asien oder aus Brandenburg: Vollkosten mit Fracht, Zoll, CBAM und Ausfall­risiko.

Das Angebot aus Asien liegt bei 18 Euro, das aus Brandenburg bei 26. Ein Drittel Unterschied, bei 20.000 Stück im Jahr 160.000 Euro. Die Zahl ist richtig und trotzdem nicht die, um die es geht: Der Stückpreis ist der Anfang einer Rechnung, nicht ihr Ende.

7 Min. LesezeitStand: 10. September 2026

Zwischen Stückpreis und Vollkosten liegen sieben Posten, die beim Import anders ausfallen als beim Inlandsbezug: Fracht, Zoll, CBAM, der Bestand, den die lange Lieferzeit erzwingt, Nacharbeit und Ausschuss, das Risiko einer Lieferstörung und die Reisen, die ein Lieferant am anderen Ende der Welt verlangt. Der Rechner legt sie auf beide Angebote und zeigt, wie viel vom Preisvorteil übrig bleibt. Meist bleibt etwas; selten so viel, wie der Stückpreis verspricht.

Vollkosten je Stück und je Jahr

Ihre Zahlen, Ihre Rechnung

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Übersee bleibt im Jahr günstiger um

103.627Euro

Vollkosten je Stück: Übersee 21,29 Euro statt 18,00 Stückpreis, davon 0,72 Fracht, 1,12 Zoll, 0,00 CBAM, 0,55 Bestand. Deutschland 26,47 Euro statt 26,00. Vom Stückpreisvorteil von 8,00 Euro bleiben 65 Prozent. Einordnung: Vorteil schrumpft.

Der Import bleibt günstiger, aber der Abstand ist deutlich kleiner als der Stückpreis vermuten lässt. Mit dem CBAM-Anteil, der bis 2034 steigt, und mit jedem zusätzlichen Risiko wird er kleiner.

Die Posten, die den Unterschied machen

Der Bestand ist der Posten, den Einkäufer am häufigsten vergessen, weil er nicht auf einer Rechnung steht. Acht Wochen Seefracht plus Vorlauf heißen acht Wochen Sicherheitsbestand, und der kostet Kapital, Fläche und Handling. Zwanzig Prozent Lagerkostensatz im Jahr sind eine übliche Annahme; wer sie kennt, trägt seinen eigenen Satz ein.

Das Ausfallrisiko ist im Rechner ein Erwartungswert: Wahrscheinlichkeit einer Störung im Jahr mal Kosten der Störung, also Bandstillstand, Luftfracht, Sonderschichten. Zehn Prozent mal 25.000 Euro sind 2.500 Euro im Jahr. Das klingt harmlos und ist es im Durchschnitt auch. Im Jahr, in dem die Störung eintritt, kostet sie 25.000 Euro, und das ist die Zahl, die die Geschäftsführung sehen will.

CBAM ist 2026 klein, weil nur 2,5 Prozent der Emissionen bezahlt werden und für Aluminium nur die direkten zählen. Das Feld ist trotzdem da, weil sich beides ändert: Der Anteil steigt bis 2034 auf 100 Prozent, und die Einbeziehung der Stromemissionen ist in der Überprüfung. Wer das Feld auf 100 Prozent und die Emissionen auf 15 Tonnen je Tonne stellt, sieht den Fall, der für einen Fünfjahresvertrag relevant ist. Was dahintersteht, erklärt der CBAM-Artikel.

Was der Rechner nicht abbildet

Wechselkurse, weil sie in beide Richtungen gehen und niemand sie kennt. Zahlungsziele und Akkreditivkosten, die beim Import Kapital binden. Die Zeit der Qualitätsabteilung für Erstmuster, Reklamationen und Lieferantenentwicklung, die sich in Personen bemisst, nicht in Euro je Stück. Und den CO2-Fußabdruck, den der Kunde verlangt und der beim Material aus Kohlestrom dreimal so hoch ist wie beim Material aus Wasserkraft. Keiner dieser Posten ist im Ergebnis, und jeder von ihnen spricht eher für das Teil aus der Nähe.

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